Wie in den vergangenen Jahren versuchen wir auch 2020 verschreibende Ärzte zu unserer Fortbildung einzuladen. Programmbezogen denken wir an Praktische Ärzte und Ärzte die an individualisierter Arzneimitteltherapie unter Einschluss der Pharmakogenetik, interessiert sind.

Daher richten wir, als Organisatoren der SEGGAUER FORTBILDUNGSTAGE, einen Aufruf an Sie, Sehr geehrte Frau Apotheker, sehr geehrter Herr Apotheker:

„Bring your doctor with you“

Die diesjährigen SEGGAUER FORTBILDUNGSTAGE finden am 10. und 11. Oktober 2020 statt.
Wir haben wieder versucht ein interessantes Programm zusammen zu stellen.

Der SAMSTAG steht im Zeichen der Onkologie und des Metabolischen Syndroms.

Krebserkrankungen sind komplexe, heterogene Geschehen. Die sich schnell teilenden Tumorzellen entwickeln sich – je nach Entstehungsort, genetischer Anlage und Umgebung – sehr unterschiedlich in zahlreichen Mutationen. Viele Mutanten sterben ab oder werden vom Immunsystem eliminiert, einige bekommen einen Selektionsvorteil gegenüber anderen und wachsen weiter.
So lässt sich ein Tumor mit einem Regime so lange scheinbar erfolgreich behandeln, bis die sensiblen Zellen weitgehend eliminiert sind. Die Therapie beginnt dann zu versagen, wenn Zellen übrigbleiben, die den Arzneistoffen aufgrund von Mutationen keine Angriffspunkte mehr bieten (1).

Im ersten Vortrag werden die „Immunologischen Grundlagen der Krebsimmuntherapie“ und die Möglichkeit der Resistenzentwicklung besprochen.  Im Anschließenden Vortrag „Klinik von Onkologischen Erkrankungen“ wird das Wissen über die moderne onkologische Therapie und über die Methoden um unter anderem die Resistenzbildung zu vermeiden, vermittelt.

Fortgesetzt wird das Programm mit dem Vortrag „Diabetes Typ-1, Typ-2, Gestationsdiabetes; moderne Therapieansätze“. Gestreift werden auch kurz die wichtigsten Unterarten des Diabetes Typ 3 und des LADA-Diabetes.

Der Vortrag „Von der Insulinresistenz zum Metabolischen Syndrom“ beleuchtet die Key Points der Volkskrankheit des 21. Jahrhunderts, Abdominelle Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörung und Insulinresistenz – gelegentlich auch als tödliches Quartett (2) bezeichnet – als entscheidende Risikofaktoren (3) für Erkrankungen der arteriellen Gefäße, insbesondere die koronare Herzkrankheit.

Dieser Vortrag ist gleichzeitig die Überleitung zu den ersten Themen der Vorträge des SONNTAGS.
In einer Vielzahl von Studien konnte der enge Zusammenhang zwischen Veränderungen in den Darmmikrobiota und der Entstehung unterschiedlichster Erkrankungen hergestellt werden; dazu gehören auch Adipositas und Typ-2-Diabetes (4).
Nach hochkarätigen Fachzeitschriften und den Medien soll so gut wie jede Zivilisationskrankheit – Allergien, Darmkrebs, Nierensteine, Reizdarm und Depressionen – auf das Konto einer Dysbalance in der Darmflora gehen.

Im Vortrag über das „Mikrobiom“ wird das Auditorium über die Grundlagen und die neuesten Erkenntnisse der Mikrobiomforschung informiert.

Im zweiten Vortrag „Mikrobiom und Arzneimittelwirkung“ wird gezeigt, dass manche Arzneistoffe durch die Darmflora aktiviert, reaktiviert oder gegiftet werden. Andere Wirkstoffe werden durch die Darmflora deaktiviert oder an einer effizienten Resorp­tion gehindert. Zudem können mikrobielle, resorbierbare Stoffwechselprodukte Entgiftungs- und Biotransformationswege blockieren oder forcieren (5). Die Verträglichkeit eines Arzneimittels hängt aber auch von der individuellen Darmflora des Patienten ab.

Der Vortrag „Antibiotika; Beratung bei Infektionskrankheiten – vom Fiebersenken bis zur Einnahme“ wird auch auf die Resistenzbildung durch falschen Gebrauch der lebenswichtigen Arzneistoffklasse eingehen und soll als wichtiges Update für die Tara gesehen werden.

Der Vortrag „Die antimikrobielle Wirkung ätherischer Öle“ wird das hohe Wirkpotential von Naturstoffen aufzeigen. Die antimikrobielle Wirksamkeit der ätherischen Öle wird als kumulativer Effekt der Wirkung ihrer Einzelbestandteile mit unterschiedlichen zellulären Angriffspunkten erklärt (6) und zeigt keine Resistenzbildung. Sowohl grampositive als auch gramnegative Erreger erweisen sich empfindlich gegen unterschiedliche ätherische Öle.


1) Dingermann, T., Zündorf, I. (2015): PHARM. ZTG. 43, S 24. • 2) H. Toplak: Das Metabolische Syndrom-Beginn des „Tödlichen Quartetts“? In: Journal für Kardiologie. 2005; 12 (Supplementum C), S. 6–7. •  3) Frank Hermann, Peter Müller, Tobias Lohmann: Endokrinologie für die Praxis: Diagnostik und Therapie von A–Z. 6. Auflage. Thieme Verlag, Leipzig 2010. • 4) Patterson E, Ryan PM, Cryan JF, Dinan TG, Ross RP, Fitzgerald GF, Stanton C: Gut microbiota, obesity and diabetes. • 5.) Postgrad Med J 2016; pii: postgradmedj-2015–133285. •  6) Heuer, H. DAZ 45 2016


Die Komplementarität von Arzt und Apotheker bringt mit sich, dass der Patient dann den größten Nutzen erzielt, wenn es zu einer optimalen Kooperation der beiden Berufsstände kommt.

Daher versucht das Team der SEGGAUER FORTBILDUNGSTAGE gemeinsam mit den ReferentInnen zur Veranstaltung einzuladen.

Sehr geehrte Frau Kollegin, sehr geehrter Herr Kollege:

»BRING YOUR DOCTOR WITH YOU«

Wie in den vergangenen Jahren laden wir Medizinerinnen und Mediziner ein, kostenlos an den Vorträgen teilzunehmen.

Für die Organisation der SEGGAUER FORTBILDUNGSTAGE
Univ. Doz.. Dr. Hans Wolfgang Schramm
Merangasse 29/7/29
8010 Graz

Downloadlink Einladungsschreiben:
→ Sehr geehrte Frau Apotheker, sehr geehrter Herr Apotheker.
→ Sehr geehrte Frau Doktor, sehr geehrter Herr Doktor.

Zur Anmeldung
SCHLOSS SEGGAU BEI LEIBNITZ / SÜDSTEIERMARK
SEGGAUER FORTBILDUNGSTAGE 2020
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